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Kinderkonzerte/Geschichten

Pitschi

nach dem bekannten Bilderbuch von Hans Fischer.
Pitschi ist das kleinste und feinste von den fünf Kätzchen der
alten Lisette. Pitschi ist anders als seine Geschwister;
es läuft weg und will ein Hahn sein, dann eine Ziege,
eine Ente, ein Hase...
Als Pitschi in Not gerät, kommt Lisette im letzten Moment
zu Hilfe und Pitschi merkt, dass Kätzchensein doch das Beste ist.

Während der Erzählung können die Kinder immer wieder mitmachen.

Die Vorstellung ist geeignet für Kinder ab 4 Jahren

erhältlich auf CD und Kassette

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Zürcher Oberländer Zeitung 20.11.2003

"Wer isch eusi liebschti Chatz?"
Im Volketswiler Zentralschulhaus erzählte Karin Glanzmann vom Bilderbuchhelden "Pitschi".

- ug. An die hundert Kinder waren am Dienstagnachmittag im Volketswiler Zentralschulhaus mit Engagement dabei, als die Lieder- und Geschichtenmacherin Karin Glanzmann nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker vom kleinen Büsi «Pitschi» erzählte.
Es war einmal vor bald 60 Jahren, da lebte am Waldrand die alte Lisette inmitten ihrer vielen Tiere und bekam von ihnen zum Geburtstag einen Korb kleiner Katzen. So wie im Märchen begann auch dieser Nachmittag im verdunkelten Singsaal des Volketswiler Zentralschulhauses. Auf der mit lindgrünen und gelben Seidentüchern und brennenden Kerzen geschmückten Bühne versetzte Karin Glanzmann Kinder wie Eltern mittels einer Klangschale 60 Jahre zurück in die Zeit, als dasKätzchen Pitschi, anders als seine Geschwister, unbedingt ein Hahn, eine Geiss, ein Hase oder eine Ente, am Schluss aber nichts anderes mehr sein wollte als ein Kätzchen. Der Gebrauchsgrafiker, Bühnenbildner und Buchillustrator Hans Fischer, der seinerzeit ursprünglich die Geschichten vom Geburtstag und von Pitschi nur für seine eigenen Kinder geschrieben und illustriert hatte, erzählte und zeichnete mit viel Humor die Identitätssuche einer Katze. Er tat dies aber so kinder- und auch realitätsnah, dass das Buch auch heute nichts von seinem Reiz verloren hat.
«Knurrle, miau, chratz, chratz, chratz, wer isch eusi liebschti Chatz? Natürli s'Pitschi, das chlini Chätzli, macht mit allne gärn es Schwätzli.» Karin Glanzmann, die selbst Geschichten geschrieben und einige in Zusammenarbeit mit ihrem Mann auch vertont hat, hat neben anderen auch «Pitschi" als musikalisches Hörspiel bearbeitet. In Zusammenarbeit mit der Primarschullehrerin Marianne Buser Steiger, die den Anlass auch organisiert hatte und am Dienstag mit Geschick die Figur der alten Lisette verkörperte, zeigte Glanzmann zur Illustration die vergrösserten Bilder des Buches und erzählte und sang nun die Geschichte des eigenwilligen Katzenkindes, dessen Abenteuerlust es sogar ins Krankenbett zwingt. Unter Anteilnahme aller befreundeten Tiere gesundet es und erkennt, dass es "nirgends so schön wie daheim am Katzentisch ist».
Die Kinder im Alter von vier bis acht Jahren, die sich zum Teil vorher einen Katzenschnurrbart hatten anmalen lassen und fast alle die Geschichte schon kannten, waren mit Begeisterung, wenn auch nicht durchgängig, bei der Sache. Doch Karin Glanzmann gelang es immer wieder, sie in die Geschichte mit einzubeziehen. Da wurde gemiaut und gegackert und gekräht, so laut es ging, Fragen beantwortet, mit Hingabe Geräusche imitiert und immer wieder lauthals kommentiert. Die Kinder, von denen die meisten vor der Bühne auf dem Boden sassen, rutschten immer mehr nach vorne und begannen, die Bühnendekoration handfest mit ins Spiel einzubeziehen. Die Aufforderung von Buser und Glanzmann, aufzustehen und,sich wieder mehr auf dem Boden zu verteilen, bewirkte zugleich, dass etwas von der zappeligen Unruhe abreagiert werden konnte. Und immer mal wieder tönte es aus voller Kinderbrust: "Knurrle, miau, chratz, chratz . . . » Als nach einer Stunde die Klangschale wieder ertönte und alle in die Gegenwart zurückholte, stürmte die ganze Schar aus der Tür ins Freie. Vorher gab es aber noch eine von Marianne Buser und ihren Kindern backene Guetsli-Katze als Andenken mit auf den Heimweg.

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